Fundamentale Arbeit

Im Herbst 2017 wurde das Historische Museum Frankfurt neu eröffnet. Acht Jahre zuvor entwickelte Steiner Sarnen Schweiz zusammen mit dem Museumsteam den erzählerischen Masterplan. Dieser diente als Grundlage für die Ausschreibungen zur Ausstellungsgestaltung. Die Wettbewerbe gewannen die niederländische Agentur Kossmann.deJong sowie die Arbeitsgemeinschaft Gillmann + Schnegg aus Basel.
Zentrales Anliegen bei der Entwicklung des Masterplans war eine sinnvolle Strukturierung der Gebäudeteile. Im komplizierten Konstrukt von Alt- und Neubauten galt es, die Besucherflüsse anzudenken und die unterschiedlichsten Angebote bereits im Eingangsbereich lesbar zu machen.

Im Altbau sind umfangreiche Sammlungen ausgestellt. Der Neubau bietet seinen Gästen verschiedene Sichtweisen auf Frankfurt als Geldstadt, Weltstadt und Bürgerstadt. Und im Stadtlabor setzt das Museum auf die Mitarbeit der Besucher. Hier kann man Obdachlosen genauso zuhören wie Bankern oder selbst Geschichte schreiben. Alt- und Neubau werden von einer gemeinsamen Attraktion zusammengehalten: In einer überlebensgrossen Schneekugel werden acht spektakuläre Modelle gezeigt. Sie repräsentieren unter anderem das industrielle, kriminelle, kapitale oder das kritische Frankfurt. Ein Industrieroboter hebt die wunderschön realisierten Kunstwerke in die Glaskugel.

Facts & Figures
Historisches Museum Frankfurt, Frankfurt am Main (Deutschland)
Masterplan für die Neueinrichtung des Historischen Museums Frankfurt, 2009
Ausführung: Kossmann.deJong, Amsterdam; ARGE Gillmann + Schnegg, Basel