(G)Artengeschichte am Originalschauplatz

Noch vor hundert Jahren kultivierten die Familien ihre eigenen Pflanzensorten. So auch die Patrizierfamilie Effinger, die auf Schloss Wildegg residierte. Die damals weit verbreitete Sorten- und Artenvielfalt wird auf der Domäne in der öffentlichen Gartenanlage sichtbar. Zum Schutz und zur Förderung seltener, kulturhistorischer Sorten werden in Zusammenarbeit mit ProSpecieRara über 300 alte Gemüse-, Getreide- und Beerensorten sowie Duft-, Würz- und Medizinalkräuter kultiviert.

Im Gemüsekeller treffen die Besuchenden auf den heutigen Gärtner Bruno und die letzte Schlossherrin, Julie von Effinger (1837-1912). Die beiden tauschen sich aus und spannen den Bogen über mehr als hundert Jahre Gartenkultur. Erstaunt über die schwindende Sortenvielfalt wagt sich Julie von Effinger ins 21. Jahrhundert, um sich selbst ein Bild zu machen. Was sie antrifft, gilt es auch für die Gäste zu entdecken: An diversen Stationen erfahren sie mehr über die Raritäten.
Weiter geht die Ausstellung auf die Geschichte der Schlossgärten ein und bietet den Besuchenden die Möglichkeit, selbst seltene Sorten zu pflanzen.


Facts & Figures
Wildegg, Schweiz
Museum Aargau
Konzeption, Planung, Realisation Garten-Attraktion,
60 m², 2017
Fotos: Museum Aargau